Game of Thrones

Sender: HBO | Jahr: 2010 | Staffeln: 6 | Episoden: 60 | FSK: 16 | Genre: Drama, Fantasy | Land: USA

Story

Adaption der Fantasy-Bestseller-Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ nach George R.R. Martin: King Robert Baratheon (Mark Addy), der mit Cersei Lannister (Lena Headey) aus einer vermögenden aber korrupten Familie verheiratet ist, muss den fragwürdigen Tod seiner rechten Hand verdauen. Er bittet Lord Eddard „Ned“ Stark (Sean Bean) in den Süden zu reisen und ihm zu helfen, sein Königreich zu regieren. Doch es gibt eine Bedrohung für den Thron aus dem Osten. Die ins Exil verbannte, junge Prinzessin Daenerys (Emilia Clarke) und ihr Bruder Viserys (Harry Lloyd), deren Familie die sieben Königreiche von Westeros für viele Jahre regiert hat, wollen den Thron zurück. Zudem gibt es Gerüchte über mysteriöse Ereignisse, die sich am nördlichen Rand des Königreichs hinter einer großen Mauer ereignen, wo Jon Snow (Kit Harington), Neds unehelicher Sohn, lebt und einer Bruderschaft angehört, die sich dem Schutz der sieben Königreiche verschworen hat.



Kritik

Als HBO vor sechs Jahren die erste Staffel "Game of Thrones" veröffentlichte, war dies in Anbetracht der hervorragenden Buchvorlage des Autors George R.R. Martin, begleitet von einem großen Hype. Niemand hätte damals jedoch erahnen können zu welch gigantischen Höhen sich die Fantasy-Serie aufschwingen würde. Heute sorgt sie für großartige Quoten für den Bezahlsender und hat sich zu einem kulturellen Phänomen entwickelt das seines Gleichen sucht. Und dieser Hype kommt nicht von ungefähr, denn im Serien-Bereich gibt es nichts vergleichbares und "Game of Thrones" ist das beste Beispiel dafür, dass das Fernsehen inzwischen qualitativ hochwertiger als das Kino geworden ist. Neben den tollen Effekten, den beeindruckenden Landschaftsaufnahmen und den Massenszenen, die gerade bei Schlachten ihre volle Wirkung entfalten, brilliert das Fantasy-Epos eben auch in allen anderen Bereichen: Die starken Darsteller, die brillanten Dialoge und die hervorragende Atmosphäre sorgen für unzählige Gänsehaut-Momente und eine nie dagewesene Qualität.

Allen voran überzeugt aber die fulminante Story mit ihren unzähligen Wendungen und Schockmomenten. Diese emotionalen Szenen sind neben dem vielen Blut und Sex wohl DAS Markenzeichen der Serie, da kein Hauptcharakter verschont wird und dies der Serie eine ganz eigene Faszination verleiht, die Millionen Fans weltweit Woche für Woche vor die Bildschirme bannt. Die Umsetzung von George R.R. Martins Büchern „Das Lied von Eis und Feuer“ dürfte bei dieser aufwändig produzierten Serie jedenfalls als mehr als gelungen eingestuft werden. Als Nicht-Buchleser stören mich zudem die Abweichungen zur Vorlage nicht, zumal jedem klar sein sollte das ein Buch nicht 1:1 verfilmbar ist und die Serie, nun da noch nicht alle Bücher fertiggestellt sind, ohnehin ihre eigenen Wege gehen muss.

Staffel 1: 9/10
Die Einführung in die Welt von „Game of Thrones“ und ihrer Charaktere von denen in Laufe der Serie so viele das zeitliche Segnen. Zugpferd ist hier ganz klar „Der Herr der Ringe“-Star Sean Bean als Eddard Stark. Doch darüber hinaus bietet die Serie schon alles was auch die späteren Staffeln auszeichnen sollte.

Beste Episode: 9


Staffel 2: 9/10
Der zweiten Staffel merkt man den Erfolg der ersten deutlich an. Wurden in der ersten Staffel die Massenszenen und aufwändigen Effekte noch geschickt umschifft, kommt man hier in den Genuss grandioser Effekte und sogar einer großen Schlacht. Die Detailfülle und Komplexität ist dabei atemberaubend.

Beste Episode: 9


Staffel 3: 9/10
In Staffel 3 teilt sich die Charaktere-Schar in immer mehr Einzelgruppen. Einige Story-Lines wissen mehr, andere weniger zu Gefallen, doch die Serie lebt davon und die neunte Episode darf sich zurecht als die beste Serien-Episode aller Zeiten feiern lassen. Emotional und packend bis zum überragenden Schlussbild. Diese Staffel setzt auf die beiden Vorgänger noch einmal eine Schippe drauf.

Beste Episode: 9


Staffel 4: 10/10
Die vierte Staffel jedoch toppt alle vorherigen mit Leichtigkeit. Egal ob großer Jubel in Ep. 2, brilliante Schauspielkunst in Ep. 6, knallharter Schock in Ep. 8, ein Actionfeuerwerk in Ep. 9 oder die unglaubliche Ep. 10, in der man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommt, bietet Staffel 4 einfach alles was das Serien-Herz begehrt.

Beste Episode: 10


Staffel 5: 9/10
Von vielen Buchlesern wird diese Staffel teilweise scharf krtisiert, als Nicht-Buchleser sind mir die Abweichungen verständlicherweise egal und ich fand die Staffel besser als der Großteil. Die Episoden 1-7 kommen allerdings nur schwer in Fahrt und müssen von den drei fantastischen letzten Episoden gerettet werden. Vielleicht die schwächste Staffel der Serie und dennoch großartige Serien-Kunst.

Beste Episode: 8


Staffel 6: 10/10

In der sechsten Staffel findet die Serie nicht einfach nur den Weg zu alter Stärke zurück, vielmehr beschreitet sie Pfade die nie eine Serie zuvor betreten hat. Das gilt vor allem für die überragende Schlacht in Episode 9 und die unglaublichen Entwicklungen in Episode 10, aber auch für die fantastischen Episoden 2, 4 und 5, die die temporeiche Staffel, zusammen mit der vierten, zur besten der Serie machen.

Beste Episode: 9


Fazit

"Game of Thrones" ist nach „Der Herr der Ringe“ das Beste was das Fantasy-Genre zu bieten hat. Alles andere als eine 10 würde der Serie nicht gerecht werden. Wer es schafft die Spannung über mittlerweile 60 Episoden so enorm hochzuhalten wie „Game of Thrones“ und mit einer solch grandiosen Story aufwartet, hat es sich einfach verdient. Hier zeigt sich der Vorteil einer Serie, wenn Charaktere auf dem Bildschirm agieren mit denen man unzählige Stunden mitgefiebert hat, reißt "Game of Thrones" den Zuschauer mehr mit, als die meisten Filme. Der Wermutstropfen bleibt jetzt die lange Wartezeit auf die siebte Staffel, die ich kaum noch erwarten kann. Winter is here!

 

Wertung: 10/10


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Poster&Trailer: © HBO

Story: Quelle: Filmstarts.de